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Fünf Jahrzehnte Karate-Geschichte: Die sportliche Vita unseres sportlichen Leiters Claus Hofmann
Hinter dem erfolgreichen Neustart unserer Abteilung unter dem Namen „Karate 2.0“ steht gebündelte Kompetenz aus fünf Jahrzehnten deutscher Kampfsportgeschichte. Unser sportlicher Leiter, Claus Hofmann, bringt eine Vita nach Ummendorf, die im regionalen Breitensport ihresgleichen sucht. Seine Ausbildung liest sich wie eine Reise zu den absoluten Pionieren des deutschen Karatesports.
Bereits in den 1970er-Jahren legte Claus Hofmann das traditionelle Fundament für seinen sportlichen Weg. Er erlernte das klassische, japanische Goju-Ryu-Karate direkt von der Quelle – als Schüler des legendären Großmeisters Hanshi Tokio Funasako (10. Dan), der den Stil maßgeblich in Baden-Württemberg etablierte. Aus dieser Ära zeugen noch heute historische Prüfungsurkunden von der harten Schule der Gründerjahre.
In den 1980er-Jahren folgte der Wechsel in die bayerische Metropole München. Im renommierten Hisatake Dojo wurde Hofmann zum Meisterschüler von Gudrun Hisatake (6. Dan) ausgebildet – eine der ersten weiblichen Dan-Trägerinnen Deutschlands und Ikone des internationalen Wettkampfwesens. Unter ihrem Einfluss feierte er beachtliche sportliche Erfolge: Hofmann wurde mehrfacher Hochschulmeister. Das Besondere daran: Er beherrschte als vielseitiger Karateka die absolute Königsklasse und sicherte sich Titel sowohl in der Kata als auch im Kumite.
Die 1990er-Jahre brachten die Rückkehr in die Region und den technischen Feinschliff. In Ulm schloss sich Hofmann dem Karate-Pionier Rainer Wenzel an. Als einer der weltweit am höchsten graduierten Meister (9. Dan) vermittelte Wenzel ihm nicht nur tiefe Einblicke in die Trainingsdidaktik, sondern legte auch den Grundstein für ein modernes, stilrichtungsoffenes Karate-Verständnis. Daraus entstand eine tiefe, andauernde Freundschaft.
Seit 2020 arbeitet Claus Hofmann in enger Kooperation mit Anton Klotz zusammen, dem Präsidenten des Karateverbandes Baden-Württemberg (KVBW). Diese sportliche und persönliche Freundschaft gipfelte im März 2026 im Projekt „Karate 2.0“ beim TSV Ummendorf e.V. Mit der offiziellen Verleihung der KVBW-Ehrenurkunde durch das Präsidium schließt sich für Claus Hofmann ein Kreis: Er gibt seine jahrzehntelange Erfahrung aus Tradition, Leistungssport und Verbandsarbeit nun direkt an alle Interessierten an unserer Kampfkunst weiter.
„Unsere Karateka trainieren nicht nach starren Mustern, sondern profitieren von 50 Jahren gelebter Karate-Geschichte.“
